Willkommen zur dritten Ausgabe
e.baumann.partner ist: 4x im Jahr kurz und knackiges, informatives How-To-Wissen rund um unsere Kernkompetenzen "Krisen und Konflikte", "Führung" und "Veränderung.
Thema dieser Ausgabe: Selbstführung
Das systemische Zitat
»Man hilft den Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können.«
Abraham Lincoln
Wer sich selbst gut führen kann ...
... kann auch andere Menschen gut führen.
Wenn man mit Führungskräften spricht, unabhängig von der Führungsebene, was derzeit die größte Herausforderung ist, kommt meist immer die gleiche Antwort: In Stress-Situationen die richtigen Entscheidungen treffen.
Aus den neuesten neurobiologischen Forschungen von Professor Hüther aus Göttingen wissen wir, dass unter Stress die Hirnzentren ihren "Dienst" einstellen, die für die kreative Bearbeitung von komplexen Fragestellungen als auch für Empathie notwendig sind (Großhirnrinde und limbisches System).
Was bleibt sind nur noch sogenannte Stammhirnfunktionen wie Kampf, Flucht oder auch "Tot stellen".
Das Ergebnis kennen sicherlich viele Führungskräfte. Man reagiert gereizt und poltert los (Kampf). Oder man ist frustriert bzw. resigniert und geht (Flucht). Oder man "überhört" oder "vergisst" Dinge bzw. taucht in das eigene Innere ab (Tot stellen).
Leider führen diese Stress-Verhaltensweisen bei den Menschen, mit denen wir uns gerade aufhalten, auch zu Stress durch z. B. Unsicherheit. Diese Menschen verhalten sich dann entsprechend ihren Stammhirn-Stress-Mustern, was in der Regel zu einer Konflikteskalation führt.
In solchen Situationen gute Entscheidungen zu treffen und dann wohlmöglich auch noch fachlich fundiert begründen, wird zum Lottospiel.
Wie kann man sein Stress-Erleben verändern?
- Achten Sie auf bekannte körperliche Stress-Symptome, wie beispielsweise Kurzatmigkeit, kleine und schnelle ungesteuerte Bewegungen von Händen oder Füßen, Einengung des Blickfelds, ...
- Wenn Sie diese Symtome bemerken, lassen Sie sie zu und sagen sich: "Gut das ich das merke. Ich bin sicher. Es ist genau jetzt die Zeit, einmal tief auszuatmen und wieder einzuatmen."
- Wenn möglich, z. B. in einem Meeting, gehen Sie kurz aus dem Raum - sozial akzeptiert ist ein Gang zur Toilette.
- Möglicherweise sind auch sogenannte "Antreiber" im Spiel, wie beispielsweise "Sei Perfekt" oder "Sei Stark".
- Setzen Sie dann innerlich bewußt die entsprechenden "Erlauber" ein. Hier wären das "Du darfst Fehler machen" oder auch "Du darfst auch einmal schwach sein."
- Diese Erlauber sind nicht als Handlungsanleitungen zu verstehen, sondern nur als innere Botschaften, um den erlebten Stresspegel zu reduzieren und die "ausgeschalteten" Hirnbereiche wieder zu aktivieren.
CheckUp für Führungskräfte in Hannover
Die Kenntnis der persönlichen Stress-Muster und der entsprechenden Erlauber ist sicherlich für Führungskräfte eines der zentralen Selbstführungs-Werkzeuge.
Manche Führungskräfte fragen sich, wann ihr letzter umfassender Führungs-CheckUp durchgeführt wurde?
Der Beginn eines Jahres eignet sich meist für einen solchen Selbst-Check ganz besonders.
Wir haben Ihnen mit unserem neuen 1-Tages-CheckUp für Führungskräfte einen vertraulichen, kollegialen und wohlwollenden Raum geschaffen, um sich für das neue Jahr fit zu machen und die entscheidenden Weichen zu stellen.
